334848. Unabsteigbar schrieb am 08.10.2025 um 09:50 Uhr
Moin, als in der Region Mannheim/Heidelberg Lebender (inzwischen seit 35 Jahren - Wahnsinn) bin ich ja quasi gezwungen einen Kommentar abzugeben. ;-)
Vieles was @Goran sagt sehe ich auch so. Der Waldhof hat bei vielen noch das Image eines "Assivereins" und auch die Bezeichnung "Barackler", so nennt sich Teile der Fanszene selbst, kommt aus den Zeiten der alten Arbeiterstadt mit den Benz Baracken (ganz einfache Wohnsiedlung) rund um das große Werk von Mercedes Benz/Daimler und Evobus. Weiterhin kennen viele noch die Zeiten in denen es regelmäßig Schlachten mit Lautern, Offenbach, Darmstadt, Saarbrücken oder dem KSC gab. Das "Schlägerimage" ist somit in vielen Köpfen verankert, auch wenn ein Großteil dieser Szene längst retired ist und natürlich sich sowohl die Stadt, als auch die Menschen weiterentwickelt haben.
Ich kenne selbst einige Waldhöfer, einer meiner besten Freunde ist Waldhöfer, ein ganz normaler Typ, früher ein Allesfahrer, später Fanbeauftragter, gebildet, fleissig, fürsorglicher Familienmensch. Hat seine Waldhof-Gene natürlich an die 3 Kinder vererbt. War auch schon mit mir bei Energie (in Mainz und Wiesbaden oder auch in Cottbus), ich habe mir schon das ein oder andere Waldhofspiel mit ihm angeschaut. Der Waldhof hat ne stabile Fanbasis, die meiner Meinung nach nicht großartig wächst. Aber über Jahre, durch dick und dünn gegangen ist, Oberliga, Regionalliga und jetzt wieder 3. Liga. Bei Highlight Spielen kommen auch mal wieder ein paar mehr um die Ecke. Dazu kommt, dass beim Waldhof gefühlt immer Stress in der Führungsriege herrscht, ich kenne es eigentlich nicht anders. Ständig irgendwelche Querelen und Kompetenzgerangel, meistens in Verbindung mit Geld und Einfluss auf das Sportliche. Das Image wird der Waldhof auch nicht los. Sie hatten damals die Chance, dass große Geld von Dietmar Hopp einzusammeln. Sie haben sich dagegen entschieden, es gab keine Fusion mit dem VfR Mannheim, der übrigens auch einiges an Tradition mitbringt, aber klar die Nr.2 in Mannheim hinter dem Waldhof bleibt. Somit ist Dietmar Hoop in Richtung Hoffenheim abgewandert und hat dort das bekannte Projekt entwickelt. Und mit Hopp sind auch einige Fussballinteressierte aus Mannheim und Umgebung in Richtung Hoffenheim abgewandert, die den moderneren Fussball favorisieren, denen Tradition und Geschichte nicht so viel wert ist.
Mannheim ist ebenfalls eine Universitätsstadt und hat ein relativ großes Einzugsgebiet für Arbeitnehmer. Das geht bis rüber in die Pfalz, nicht nur die Vorderpfalz, die noch so "gemischtes Land" darstellt, aus Zeiten, als der Waldhof noch im Südweststadion in Ludwigshafen (1983-1989) spielte, weil sie selbst kein bundesligataugliches Stadion hatten. Was ich damit sagen wollte, natürlich arbeiten in Mannheim auch Pfälzer (Lauterer) oder Südhessen (Eintracht, vielleicht Darmstadt), aber auch Leute aus Nordbaden (Rhein-Neckar-Kreis), die es mit Hoffenheim, Sandhausen oder dem KSC halten. Wenn du auf die triffst, bekommst du sicher nicht viel Sympathie für den Waldhof entgegengebracht.
Naja und Eishockey, ganz klar, der MERC hatte schon immer ne große Fanbase, früher im alten Friedrichspark mit etwas mehr als 8.000 Zuschauern oder manchmal auch völlig überfüllt auf Hockern und Stehleitern in der letzten Reihe angeblich bis 10.000 Leute. Hab ich selbst schon erlebt, war echt geil. Es gibt sicher auch Schnittmengen, aber es ist tatsächlich eher ne Konkurrenz zum Waldhof. Einmal mehr mit dem Bau der SAP Arena und dem Umzug aus dem offenen, im Winter kalten Friedrichspark, in die neue Multifunktionsarena. Isso.
In diesem Sinne, schönen Tag und macht was draus!
Vieles was @Goran sagt sehe ich auch so. Der Waldhof hat bei vielen noch das Image eines "Assivereins" und auch die Bezeichnung "Barackler", so nennt sich Teile der Fanszene selbst, kommt aus den Zeiten der alten Arbeiterstadt mit den Benz Baracken (ganz einfache Wohnsiedlung) rund um das große Werk von Mercedes Benz/Daimler und Evobus. Weiterhin kennen viele noch die Zeiten in denen es regelmäßig Schlachten mit Lautern, Offenbach, Darmstadt, Saarbrücken oder dem KSC gab. Das "Schlägerimage" ist somit in vielen Köpfen verankert, auch wenn ein Großteil dieser Szene längst retired ist und natürlich sich sowohl die Stadt, als auch die Menschen weiterentwickelt haben.
Ich kenne selbst einige Waldhöfer, einer meiner besten Freunde ist Waldhöfer, ein ganz normaler Typ, früher ein Allesfahrer, später Fanbeauftragter, gebildet, fleissig, fürsorglicher Familienmensch. Hat seine Waldhof-Gene natürlich an die 3 Kinder vererbt. War auch schon mit mir bei Energie (in Mainz und Wiesbaden oder auch in Cottbus), ich habe mir schon das ein oder andere Waldhofspiel mit ihm angeschaut. Der Waldhof hat ne stabile Fanbasis, die meiner Meinung nach nicht großartig wächst. Aber über Jahre, durch dick und dünn gegangen ist, Oberliga, Regionalliga und jetzt wieder 3. Liga. Bei Highlight Spielen kommen auch mal wieder ein paar mehr um die Ecke. Dazu kommt, dass beim Waldhof gefühlt immer Stress in der Führungsriege herrscht, ich kenne es eigentlich nicht anders. Ständig irgendwelche Querelen und Kompetenzgerangel, meistens in Verbindung mit Geld und Einfluss auf das Sportliche. Das Image wird der Waldhof auch nicht los. Sie hatten damals die Chance, dass große Geld von Dietmar Hopp einzusammeln. Sie haben sich dagegen entschieden, es gab keine Fusion mit dem VfR Mannheim, der übrigens auch einiges an Tradition mitbringt, aber klar die Nr.2 in Mannheim hinter dem Waldhof bleibt. Somit ist Dietmar Hoop in Richtung Hoffenheim abgewandert und hat dort das bekannte Projekt entwickelt. Und mit Hopp sind auch einige Fussballinteressierte aus Mannheim und Umgebung in Richtung Hoffenheim abgewandert, die den moderneren Fussball favorisieren, denen Tradition und Geschichte nicht so viel wert ist.
Mannheim ist ebenfalls eine Universitätsstadt und hat ein relativ großes Einzugsgebiet für Arbeitnehmer. Das geht bis rüber in die Pfalz, nicht nur die Vorderpfalz, die noch so "gemischtes Land" darstellt, aus Zeiten, als der Waldhof noch im Südweststadion in Ludwigshafen (1983-1989) spielte, weil sie selbst kein bundesligataugliches Stadion hatten. Was ich damit sagen wollte, natürlich arbeiten in Mannheim auch Pfälzer (Lauterer) oder Südhessen (Eintracht, vielleicht Darmstadt), aber auch Leute aus Nordbaden (Rhein-Neckar-Kreis), die es mit Hoffenheim, Sandhausen oder dem KSC halten. Wenn du auf die triffst, bekommst du sicher nicht viel Sympathie für den Waldhof entgegengebracht.
Naja und Eishockey, ganz klar, der MERC hatte schon immer ne große Fanbase, früher im alten Friedrichspark mit etwas mehr als 8.000 Zuschauern oder manchmal auch völlig überfüllt auf Hockern und Stehleitern in der letzten Reihe angeblich bis 10.000 Leute. Hab ich selbst schon erlebt, war echt geil. Es gibt sicher auch Schnittmengen, aber es ist tatsächlich eher ne Konkurrenz zum Waldhof. Einmal mehr mit dem Bau der SAP Arena und dem Umzug aus dem offenen, im Winter kalten Friedrichspark, in die neue Multifunktionsarena. Isso.
In diesem Sinne, schönen Tag und macht was draus!